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29 Jan

Beauty Insider: alles über AHA-Säure (get the Glow!)

Der Teint ist so grau wie das Wetter da draußen? Eine sichere Methode, den fahlen Teint wieder so richtig zum Strahlen zu bringen, ist die regelmäßige Anwendung eines Peelings. Doch hiermit sind nicht mechanische Peelings mit Seesand oder ähnlichen Schleifpartikeln aus dem Drogerieregal gemeint. Diese sind nämlich als wahre Grobiane ziemlich unsanft zu unserer Haut. Nein, viel besser geeignet sind Peelings, die mit Fruchtsäure arbeiten.

 

Was ist AHA-Säure?

Wie der Name schon ahnen lässt, kommen Fruchtsäuren natürlich in zahlreichen Pflanzen und Früchten vor und gehören zu den sogenannten AHA-Säuren. AHA-Säure steht hierbei für Alphahydroxysäure. Eine der effektivsten AHA-Säuren in Kosmetikprodukten ist Glykolsäure, die natürlich in Zuckerrohr vorkommt. Aufgrund der sehr kleinen Molekülgröße kann Glykolsäure besonders gut in die Haut eindringen und ihre Peeling-Kraft entfalten.

 

Was kann ein AHA-Säure-Peeling?

AHA-Säure dringt in die oberste Hautschicht ein und löst dort eine Art Kleber zwischen den Hornzellen. Als Folge werden trockene, bereits abgestorbene Hautschüppchen abgetragen und zugleich die Dicke der Hornschicht reduziert. Die Haut wird hierdurch von ihrem Grauschleier befreit, kann wieder richtig strahlen und wirkt insgesamt ebenmäßiger. Zusätzlich werden Pigmentflecken gemildert. Darüber hinaus wirkt sich AHA-Säure positiv auf die Feuchtigkeitsspeicherung der Haut an, so dass sie wieder weich und geschmeidig wird.

Ein weiteres Anti-Aging-Goodie: in Studien konnte nachgewiesen werden, dass Glykolsäure die Haut zur natürlichen Zellerneuerung anregt und die Neubildung von Kollagen und Elastin ankurbelt. Somit bekämpft AHA-Säure auch den altersbedingten Elastizitätsverlust der Haut, kleine Fältchen werden gemildert. Die Haut erscheint bei regelmäßiger Anwendung wieder praller, straffer und frischer. Top, das nehmen wir natürlich gerne auch noch mit!

 

Welche AHA-Säure-Konzentration ist die richtige?

Die Peeling-Wirkung der AHA-Säure hängt vor allem von der Konzentration und vom pH-Wert ab. Ideal ist eine AHA-Säure-Konzentration von 5-10% bei einem pH-Wert von 3-4. Daher bitte auch hier wieder beim Peeling Kauf darauf achten, dass Glykolsäure auch in ausreichender Konzentration enthalten ist. Empfindliche Hauttypen sollten sich allerdings langsam (!) an höherprozentige AHA-Säure-Formulierungen herantasten, um unnötige Hautreizungen zu vermeiden.

 

Wie wird AHA-Säure angewendet?

Dermatologen empfehlen, mit einer mehrmonatigen Eingewöhnungsphase zu beginnen und die AHA-Pflege zunächst jeden zweiten oder dritten Tag anzuwenden. Direkt nach dem Auftragen kann es zu einem leichten Kribbeln auf der Haut kommen, das jedoch schnell wieder nachlässt.

Wer AHA-Säure gut verträgt, kann danach auch täglich peelen. Doch Vorsicht: AHA-Säure macht die Haut lichtsensibel, daher sollte unbedingt auf ausreichend hohen Sonnenschutz (mindestens LSF 15!) geachtet werden.

AHA-Säure und Retinol – don’t Mix!

AHA-Säure-Peelings sollten nicht unmittelbar vor der Anwendung einer Retinol-Pflege zum Einsatz kommen. Warum das so ist? Das Auftragen einer AHA-Säure mit einem sauren pH-Wert von 3-4, kann den pH-Wert der Haut vorübergehend senken. Retinol wirkt aber am besten bei einem neutralen pH-Wert von 5,5-6. Daher kann unter Umständen die Wirkung des Retinols gemindert werden.

Zudem trägt AHA-Säure Hautschüppchen ab, so dass Wirkstoffe intensiver eindringen können. Das Auftragen einer hochkonzentrierten Retinolsäure nach einem AHA-Peeling kann daher zu Hautreizungen führen. Daher sollte man mindestens 30 Minuten warten, bevor man eine Retinol-Pflege anwendet oder einfach zu einer anderen Tageszeit peelen.

 

AHA- oder BHA-Säure?

Neben AHA-Säure kommt auch die sogenannte BHA-Säure in Form von Salicylsäure häufig in kosmetischen Peelings vor. Doch was ist hier eigentlich der Unterschied? Sowohl AHA- als auch BHA- Säure verfügen über gute Peeling-Eigenschaften. Anders als die wasserlösliche AHA-Säure ist die BHA–Säure aber fettlöslich, dringt tief in die Talgdrüsen der Haut ein und reinigt die Poren von innen.

Downside: BHA-Säure besitzt leider nicht die Kollagen anregende Anti-Aging-Wirkung von AHA-Säure. Somit eignet sich BHA-Säure in erster Linie zum Peelen von unreiner Haut. Möchte man jedoch zusätzlich zum Glow-Effekt auch noch eine gute Portion Anti-Aging-Wirkung (Ja, bitte!), dann ist AHA-Säure vorzuziehen. Wer auf die porenreinigende Wirkung der BHA-Säure nicht verzichten will, kann auch zu Kombinationsprodukten greifen, die AHA– und BHA-Säure vereinen.

 

beautyshelf Recap

AHA–Säure verhilft der Haut nicht nur zum Glow, sondern bringt auch noch nachgewiesene Anti-Aging-Eigenschaften mit: die Kollagen- und Elastinproduktion wird angeregt und die Haut speichert mehr Feuchtigkeit. Top! Daher sollte ein AHA-Peeling in keiner Anti-Aging-Routine fehlen.

 

beautyshelf Produkttipps: die besten AHA- und BHA-Produkte

 

Der Klassiker

Alpha-H, Liquid Gold, enthält 5% Glykolsäure mit einem pH-Wert von pH 2,5, Kosten ca. 41 € für 100 ml. Zu kaufen z.B. hier.

 

Das Milde

Pixi, Glow Tonic, enthält 5% Glykolsäure, ist mit einem pH-Wert von ca. 4,5 eher sanft und daher gut für AHA-Säure-Einsteiger geeignet, Kosten ca. 22 € für 250 ml. Zu kaufen z.B. hier.

 

Das Potente

Paula’s Choice, Resist Anti-Aging 10% AHA Weekly Treatment, enthält ganze 10% Glykolsäure bei einem optimalen pH-Wert von 3,5 bis 3,8, Kosten ca. 34 € für 60 ml. Zu kaufen hier.

 

Für unreine Haut

Paula’s Choice, Resist Anti-Aging Pore-Refining 2% BHA Treatment, Kosten ca. 30 € für 88 ml. Zu kaufen z.B. hier.

 

Die AHA-Antioxidantien-Kombi

DERMASENCE, AHA Effects plus C, enthält 8% Glykolsäure bei einem pH-Wert von 3,5 sowie 2% Ascorbinsäure und weitere Antioxidantien, Kosten ca. 20 € für 30 ml. Zu kaufen z.B. hier.

 

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