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28 Jun

Beauty-Insider: alles über Microdermabrasion

Microdermabrasion gehört in den USA zur zweithäufigsten ästhetischen Behandlung, nur Botox ist noch gefragter. Selbst Cindy Crawford ist Fan und lässt das Treatment seit über 13 Jahren mindestens einmal im Monat vornehmen, wie sie in einem Interview der US-Beauty-Plattform violetgrey.com verriet.

Und was für DAS Gesicht der 90er-Jahre gut genug ist, kann uns doch schließlich auch nicht schaden, oder? Immerhin sieht Cindy C. mit über 50 Jahren fast immer noch so aus, als würde sie gleich zu den Klängen von George Michaels unvergessener Supermodel-Parade Freedom aus dem Jahr 1990 in schwarzen Boots und bauchfreiem Top um die Kurve getanzt kommen. (Ist das wirklich schon 27 Jahre her?)

 

 

Wer den Text wie ich sicher mitsingen kann, möchte für seine Haut inzwischen wahrscheinlich etwas mehr tun, als sie allein mit hochwertigen Seren und Cremes zu versorgen und hat vielleicht schon das eine oder andere Mal mit dem Gedanken an eine Microdermabrasion gespielt. Doch was kann das Treatment wirklich leisten und worauf muss man achten?

 

Was genau ist eine Microdermabrasion?

Eine Microdermabrasion ist ein mechanisches Peeling, bei dem mikrofeine Kristalle auf die Haut gestrahlt und direkt mit einem Vakuum wieder abgesaugt werden. Hierdurch wird die obere Hautschicht kontrolliert abgetragen und die Zellerneuerung angestoßen. Es handelt sich bei der Microdermabrasion um ein nicht-invasives Verfahren, das auch von geschulten Kosmetikerinnen durchgeführt werden darf.

 

Was kann eine Microdermabrasion leisten?

Laut der Berliner Microdermabrasionsspezialistin Birga Hauptmann ist Microdermabrasion eine hautverjüngende Methode, von der jede Haut ab 30 Jahren profitieren kann, nicht nur Problemhaut. Hautunreinheiten können beseitigt, Poren verkleinert und kleine Fältchen gemindert werden. Auch zur Bekämpfung von Narben eignet sich die Behandlung gut. Weiterer Pluspunkt ist, dass Pflegeprodukte nach einer Microdermabrasion besser von der Haut aufgenommen werden.

Zusammenfassend wird Microdermabrasion bei folgenden Hautproblemen erfolgreich eingesetzt:

  • Fältchen im Gesicht, Hals und Dekolleté
  • Hautunreinheiten und Akne
  • Pigmentstörungen
  • Narben
  • Vergrößerte Poren

 

Gibt es Studien, die die Wirkung einer Microdermabrasion bestätigen?

Kosmetik-Institute versprechen bei fast jeder Behandlung einen hautverjüngenden Effekt. Das Gute: Microdermabrasion ist bekanntlich kein neues Treatment. Daher gibt es inzwischen viele Studien, die sich mit der Langzeit-Wirkung beschäftigt haben.

So bestätigt beispielsweise eine Untersuchung aus dem Jahr 2016 eine gute Wirkung auf Pigmentflecken, Aknenarben und sonnengeschädigte Haut. Außerdem wurde eine Zunahme der Kollagendichte der Haut festgestellt.

Auch die Behandelten sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen: Auf der führenden US-Plattform für kosmetische Behandlungen realself.com stimmen ganze 92% der User mit “worth it” ab.

 

Wie genau funktioniert eine Microdermabrasion?

Bei der klassischen Microdermabrasion wird nach dem Sandstrahl-Prinzip die obere Hornschicht der Haut sanft entfernt. Die Behandlung erfolgt mithilfe eines Vakuum-Kompressor-Systems, bei dem Kristalle mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Haut gestrahlt und sofort mittels Vakuum wieder abgesaugt werden. Die Intensität ist je nach Hauttyp wählbar.

Durch die Abtragung der abgestorbenen Hautschüppchen erhält die Haut das Signal, wieder verstärkt neue Hautzellen zu produzieren, um die fehlende obere Hautschicht so schnell wie möglich zu ersetzen. Die neu gebildeten Zellen wandern schließlich nach oben zur Hautoberfläche. Die Haut erscheint nun wieder frisch und ebenmäßig. Der starke Saugeffekt des Vakuum-Systems führt darüber hinaus zu einer Reizung der tieferen Hautschichten, was die Bildung von neuem Kollagen anregt.

 

Kristall- oder Diamant-Microdermabrasion – welche Variante ist besser?

Es gibt zwei unterschiedliche Technologien, die bewährte Sandstrahl-Microdermabrasion (auch Kristall-Microdermabrasion genannt) und die in den letzten Jahren von einigen Kosmetik-Ketten sehr oft beworbene Diamant-Microdermabrasion. Beide Verfahren funktionieren allerdings komplett unterschiedlich.

Bei der klassischen Microdermabrasion mit Kristallsand werden mittels Luftstrom mikrofeine Kristalle auf die Haut aufgebracht und mit einer Vakuum-Technik wieder abgesaugt. Es handelt sich hierbei um ein sanftes Verfahren, dessen Intensität individuell nach Hauttyp reguliert werden kann. Zahlreiche Studien belegen die positiven Effekte des Sandstrahl-Verfahrens.

Diamant-Microdermabrasionsgeräte hingegen arbeiten mit einer mit Diamantenstaub beschichteten Schleifscheibe, die die oberste Hautschicht durch Rotation abträgt. Der Nachteil hierbei ist allerdings, dass die Aufsätze vieler Geräte nicht sterilisierbar sind und daher ein Infektionsrisiko besteht. Zudem ist die Kontrolle über die Intensität der Abschleifung gering, so dass es zu kleinen Verletzungen der Haut kommen kann.

Gut zu wissen: die Studien, die die positive Wirkung der Microdermabrasion belegen, beziehen sich auf die Kristall-Microdermabrasion. Zur Diamant-Microdermabrasion existieren noch keine Langzeitstudien. Tipp: vor der Behandlung am besten nach dem verwendeten Gerät erkundigen.

 

Wann sehe ich die ersten Effekte nach einer Microdermabrasion?

Unmittelbar nach der Microdermabrasions-Behandlung sieht die Haut frischer und strahlender aus. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, die Haut intensiv mit Wirkstoffen zu versorgen; Seren werden nun optimal aufgenommen. Die Haut glänzt direkt nach der Behandlung stark, da die abgestorbenen Hautschüppchen abgetragen wurden. Dieser Glanz verschwindet aber in der Regel nach einem Tag wieder, da sich neue Hautzellen bilden und wieder an die Hautoberfläche wandern.

 

Wie häufig sollte man eine Microdermabrasion durchführen?

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen und die Kollagensynthese dauerhaft in Gang zu halten, empfiehlt die Microdermabrasionsexpertin Birga Hauptmann, mindestens alle vier bis sechs Wochen eine Behandlung durchzuführen.

 

Hat eine Microdermabrasion Nebenwirkungen?

Microdermabrasion ist eine sanfte und nicht-invasive Behandlung. Man kann daher direkt danach wieder seinem Alltag nachgehen. Unmittelbar nach der Behandlung ist die Haut sonnenempfindlicher, so dass ein starker UV-Schutz verwendet werden sollte. Die sanfte Sandstrahl-Microdermabrasion kann auch problemlos im Sommer durchgeführt werden.

 

Was kostet eine Microdermabrasion?

Microdermabrasion wird von Hautärzten und Kosmetik-Instituten angeboten. Die Kosten liegen bei ca. 90 € pro Behandlung.

 

beautyshelf Recap Microdermabrasion

Microdermabrasion ist ein nachweislich wirksames Verfahren, um die Hautstruktur zu verbessern, die Kollagenproduktion dauerhaft anzuregen und die Haut so langfristig in Form zu halten. Dabei ist die Behandlung auch noch unkompliziert und bezahlbar. Bevor ihr einen Termin bucht, solltet ihr euch aber unbedingt nach dem verwendeten Gerät erkundigen. Die Sandstrahl-Variante ist der aggressiveren Diamant-Methode vorzuziehen. Ihr wollt noch mehr über Microdermabrasion wissen? Hier geht es zum Experten-Interview mit Birga Hauptmann.

 

 

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