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25 Dez

Beauty Insider: die 10 besten Anti-Aging-Wirkstoffe in Seren

Gefühlt täglich kommen neue Anti-Aging-Wirkstoffe auf den Markt, die wahre Wunder versprechen. Doch welche dieser Inhaltsstoffe wirken wirklich? Die gute Nachricht: die Gesellschaft für Dermopharmazie  hat zehn Anti-Aging-Wirkstoffe ausfindig gemacht, denen in wissenschaftlichen Studien tatsächlich ein deutlicher Anti-Aging-Effekt nachgewiesen werden konnte. Hier kommen die Top Ten.

 

Retinol

Wer sich mit Anti-Aging-Pflege beschäftigt, kommt an Retinol einfach nicht vorbei. Unter Dermatologen gilt der Inhaltsstoff, der bereits seit den 70er-Jahren in Beauty-Produkten eingesetzt wird, als Goldstandard und das nicht ohne Grund: Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen konnten die beeindruckende Wirkung von Retinol gegen die Hautalterung bestätigen.

Bei einer Studie führte bereits die Anwendung einer 0,4%-haltigen Retinol-Lotion an nur drei Tagen in der Woche zu einer deutlichen Minderung der Faltentiefe und Steigerung der Kollagenproduktion. In einer weiteren Studie wurde die Retinol-Variante Retinal in 0,5%iger Konzentration über 18 Wochen bei Augenfalten angewendet. Auch hier konnte eine merkliche Reduktion der Faltentiefe und eine deutliche Besserung der Hautqualität nachgewiesen werden. Weiterhin steigert Retinol nachweislich die Hautelastizität, lindert Pigmentflecken und ist sogar in der Lage, den fortschreitenden Kollagenabbau aufzuhalten. Hier geht es zum Beauty Insider Retinol.

 

Vitamin C

Vitamin C, das wohl bekannteste Vitamin, ist in hoher Konzentration in Früchten und Tee enthalten. Wie Retinol gehört es zu den bestuntersuchtesten Anti-Aging-Wirkstoffen. Als starkes Antioxidans verstärkt es den hauteigenen UV-Schutz, indem es freie Radikale neutralisiert und unschädlich macht.

Doch das ist noch nicht alles: in einer Studie wurde Vitamin C in 10%iger Konzentration über einen Zeitraum von drei Monaten angewendet. Anschließend konnte eine deutliche Verbesserung der Hautstruktur, der kleinen Fältchen sowie der Hautelastizität festgestellt werden. Weitere Untersuchungen bestätigen Vitamin C die Fähigkeit, die Kollagenproduktion anzukurbeln sowie Lichtschäden und dunkle Flecken zu mindern. Hier geht es zum Beauty Insider Vitamin C.

 

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. Das besondere an Hyaluronsäure ist, dass sie sehr große Mengen Wasser binden kann – bis zu sechs Liter pro Gramm Eigengewicht. Hierdurch verleiht sie der Haut Feuchtigkeit und Elastizität. Leider nimmt der Hyalurongehalt der Haut mit den Jahren langsam ab, die Haut wird trockener und verliert ihre Frische.

Vor Kurzem wurde der Effekt von Hyaluronsäure auf die Faltentiefe erstmalig untersucht. Hierzu wendeten die Teilnehmerinnen zweimal pro Tag eine 0,1%ige Hyaluroncreme an. Alle Anwenderinnen wiesen nach zwei Monaten eine deutliche Steigerung der Hautfeuchte sowie der Hautelastizität auf. Zudem verbesserte sich die gesamte Hautqualität erheblich.

 

Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure ist eine schwefelhaltige Fettsäure, die im menschlichen Körper natürlicherweise vorkommt. Sie ist wie Vitamin C ein starkes Antioxidans, das freie Radikale unschädlich machen kann. Kürzlich konnte in einer Untersuchung bewiesen werden, dass Alpha-Liponsäure nicht nur antioxidativ agiert, sondern darüber hinaus die Kollagenproduktion steigert.

 

Polypeptide

Polypeptide sind relativ neue Anti-Aging-Wirkstoffe. Sie bestehen aus Aminosäureketten, die vor allem in Kombination die Anti-Aging-Effekte einer Creme weiter steigern können. Beeindruckend ist insbesondere ihre positive Wirkung auf die Hautelastizität: Studien belegen eine Steigerung von bis zu 40% – und das bereits bei einer so geringen Konzentration von nur 0,001% (!). Durchaus bemerkenswert sind auch ihre Effekte auf die Faltentiefe (Reduktion von bis zu 12%) sowie die Hautrauigkeit (Minderung um 42%).

 

Vitamin E

Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. In Beauty-Cremes kommen hauptsächlich die Vitamin E-Formen Tocopherol, Tocotrienol und Vitamin E-Acetat vor. In Studien konnte vor allem die Stärkung des hauteigenen UV-Schutzes nachgewiesen werden. Die Kombination von Vitamin E und Vitamin C erwies sich hierbei als besonders vielversprechend: die antioxidativen Fähigkeiten einer Creme konnten nochmals deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus ist Vitamin E laut Laboruntersuchungen in der Lage, die Zunahme eines kollagenabbauenden Enzyms zu reduzieren und kann so dem fortschreitenden Kollagenabbau entgegenwirken.

 

Niacinamid (Vitamin B3)

Niacinamid wird in den letzten Jahren immer häufiger in der Anti-Aging-Pflege eingesetzt. Als wasserlösliches Vitamin kommt es in allen Zellen des menschlichen Körpers vor. Studien beweisen, dass mit einer 5%igen Niacinamid Creme leichte Fältchen und Linien, Pigmentflecken und Hautrötungen deutlich gemindert werden können. In weiteren Untersuchungen konnte eine Erhöhung der Hautelastizität festgestellt werden.

 

DMAE

DMAE ist die Abkürzung des nicht ganz so einfach auszusprechenden Wirkstoffes Dimethylaminoethanol. Als Stoffwechselprodukt kommt DMAE vor allem in Fischen wie Sardinen, Lachsen und Anchovis vor. Eine Studie belegt, dass die Anwendung einer 3%igen DMAE Lösung im Gesicht nach 16 Wochen zu einer Verbesserung von Falten, dunklen Flecken, Nasolabialfalten sowie zu einer Straffung der Halshaut führte.

 

Phytohormone

Um die Menopause herum kommt es bei Frauen zur hormonabhängigen, durch Östrogenmangel hervorgerufenen Hautalterung. Kollagen- und Elastizitätsabbau sowie Abnahme des Hyaluronsäure-Gehalts sind die Folgen. Phytohormone sind pflanzlicher Herkunft und weisen Ähnlichkeit zu echten Hormonen auf.

Die äußerliche Anwendung von Phytohormonen soll die negativen Effekte des Hormonmangels auf die Haut abmildern. Dieser Effekt konnte tatsächlich in einer Studie bestätigt werden: Die Teilnehmerinnen, die sich bereits in der Menopause befanden, wendeten regelmäßig eine Isoflavon-Creme an. Dieser hormonähnliche Wirkstoff war in der Lage, das gesamte Erscheinungsbild der Haut zu verbessern: Falten wurden gemildert und die Hautelastizität nahm wieder zu.

 

SP

SP steht für – Achtung weiterer Zungenbrecher! – Salicyloyl-Phytosphingosin und wird durch die Fermentierung von Hefen gewonnen. Dabei entsteht ein Ceramid-Baustein, der mit Salicylsäure (auf BHA verlinken) veredelt wird, damit er besser in die Haut eindringt. Studien konnten zeigen, dass sich bereits eine geringe Konzentration von 0,2% nach vier Wochen positiv auf die Haut auswirkt: Die Faltentiefe wurde deutlich reduziert, das Hautbild wurde insgesamt verbessert und die Kollagenproduktion konnte gesteigert werden.

 

Welche Wirkstoffe sind sonst noch vielversprechend?

Daneben gibt es noch eine Reihe von Wirkstoffen, deren Anti-Aging-Wirkung bislang nur im Labor an Zellkulturen, (noch) nicht aber am Menschen selbst nachgewiesen werden konnte. Zu dieser Gruppe gehört das Coenzym Q10, Pflanzenstoffe wie z.B. Grüntee-, Ginkgo-, Trauben-, Seegras- und Aloe Vera-Extrakte sowie Phytosterole, eine Vitaminvorstufe, die in Sonnenblumensamen, Weizenkeimen, Sesam, Sojabohnen und Kürbiskernen vorkommt. Laboruntersuchungen bescheinigen diesen Stoffen vor allem einen positiven Effekt auf die lichtbedingte Hautalterung.

 

Vorsicht bei markeneigenen Wirkstoff-Innovationen   

Gesunde Skepsis ist hingegen bei neuen, markenspezifischen Wirkstoffkomplexen angebracht, die häufig bahnbrechende Erfolge versprechen. Diese Innovationen, die oft auf natürlichen Inhaltstoffen wie Oliven- oder Mandelöl basieren, können durchaus einen guten Anti-Aging-Effekt haben. Problematisch ist jedoch, dass ihre Wirkung nur selten durch unabhängige Studien belegt werden kann.

 

beautyshelf Recap

Bei der Anti-Aging-Pflege gilt: better safe than sorry. Sind die Produktversprechungen noch so verheißungsvoll – besser auf bewährte (wissenschaftlich gut untersuchte!) Wirkstoffe setzen, als blind vermeintlichen Super-Innovationen zu vertrauen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass er nicht umsonst cremt, sollte daher die Inhaltsstoffe seiner Pflege gründlich unter die Lupe nehmen. Seiten wie Codecheck helfen dabei. Ist mindestens ein Wirkstoff (besser: mehrere!) aus den Top Ten enthalten, weitercremen. Fall nicht, lieber weg damit und sich nach einer anderen, wirklich effektiven Pflege umsehen

 

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