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2 Dez

Brauche ich wirklich Vitamin D? Ich habe den Test gemacht

Schon seit längerer Zeit versucht mich mein Freundes– und Bekanntenkreis davon zu überzeugen, wie lebensnotwendig die regelmäßige Zuführung von Vitamin D doch sei. Und das vor allem in Berlin. Sieht man hier doch manchmal monatelang die Sonne nicht mehr.

Und, frage ich dann meistens, habt ihr euch mal auf Vitamin-D-Mangel testen lassen? Dann ist das Thema meist schneller wieder beendet, als man das Wort Chardonnay buchstabieren kann (und ich kann mich endlich wieder Spannenderem zuwenden, zum Beispiel dem ausgiebigen Studium der Wein-Karte.) Ich bin nämlich kein großer Fan von Nahrungsergänzungsmitteln und der festen Überzeugung, dass der Körper bei einer gesunden Ernährung alles bekommt, was er braucht.

 

60% aller Deutschen haben eine suboptimale Vitamin-D-Versorgung

Mein Vitamin-D(esinteresse) endete jedoch plötzlich, als ich vor einigen Wochen über eine Studie des Robert Koch Instituts stolperte, die feststellte, dass ganze 60% aller Deutschen unter einer suboptimalen Vitamin-D-Versorgung leiden. Vitamin D wird nämlich größtenteils in der Haut mit Hilfe der Sonne gebildet, die sich bekanntlich im deutschen Winter nur selten blicken lässt. Nur ein kleiner Teil von ca. 10% wird durch fettreiche, tierische Lebensmittel gedeckt. Es ist also praktisch unmöglich, sich genug Vitamin D allein durch die Nahrung zuzuführen!

 

Was kann Vitamin D?

Doch was leistet Vitamin D eigentlich? Laut aktuellen Stand der Wissenschaft eine ganze Menge: es regelt wichtige zelluläre Vorgänge wie den Kalzium- und Mineralstoffwechsel. Zudem weisen neue Studien darauf hin, dass es die Abwehrkräfte stärken und sogar vor Depressionen und bestimmten Krebsarten schützen kann. Ganz nebenbei soll es auch noch bei Hautproblemen wie Akne oder Neurodermitis helfen.

 

Was passiert bei einer Vitamin-D-Unterversorgung?

Von einer Vitamin-D-Unterversorgung spricht man bei Blut-Werten unter 50 nmol/L. Bei einem schweren Vitamin-D-Mangel (unter 12,5 nmol/L) kommt es zur Entkalkung der Knochen und das Risiko für Osteoporose steigt. Zudem kann sich laut neuesten Studien das Risiko für Diabetes oder bestimmte Krebsarten erhöhen. (Hierüber ist sich die Wissenschaft aber noch nicht ganz einig, da die bisherigen Studienergebnisse noch keine eindeutigen Ergebnisse liefern.)

 

Ein Bluttest bestimmt meinen Vitamin-D-Spiegel

Da sowieso ein routinemäßiger Bluttest bei meiner Hausärztin anstand, beschloss ich, meinen Vitamin-D-Status diesmal mittesten zu lassen. Nur wenige Tage später hielt ich das überraschende Ergebnis in den Händen: Auch ich bin mit einem Vitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/L Vitamin-D-unterversorgt! (Und das trotz meiner großen Vorliebe für Lachs, der mindestens einmal pro Woche auf meinem Teller landet.)

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Was ist die richtige Vitamin-D-Dosis?

Doch kein Grund zur Panik, zum Glück gibt es Vitamin-D-Tropfen, die mir meine Ärztin großzügig verschrieb. Davon träufele ich mir nun seit ein paar Wochen jeden Morgen genau drei ins obligatorische Zitronenwasser. Das entspricht einer Dosis von 1.500 Internationalen Einheiten (IE). Doch wieviel Vitamin D ist eigentlich richtig? Das muss natürlich der Arzt je nach individuellem Vitamin-D-Spiegel entscheiden.

Doch es gibt auch eine allgemeine Empfehlung. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt die angemessene Zufuhr von Vitamin D für Erwachsene 20 µg Vitamin D pro Tag, (ca. 800 Internationale Einheiten, 1 μg = 40 Internationale Einheiten (IE)). Doch auch beim Thema optimale Vitamin-D-Dosis gehen die Meinungen in der Wissenschaft noch stark auseinander. So nimmt zum Beispiel der Chefredakteur des renommierten Harvard Health Letters, Anthony L. Komaroff, M.D, selbst täglich ganze 2.000 IE zur Vorbeugung ein.

 

Was hat meine Vitamin-D-Einnahme bisher gebracht?

Der Gude-Laune-Effekt blieb bislang leider noch aus, dafür hat mich aber in diesem Herbst noch keine Erkältung erwischt (juhu!). Ich bleibe dran und vor allem weiterhin optimistisch!

 

beautyshelf Recap Vitamin D

  • Vitamin D wird mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet
  • Im Sommer reichen 10-15 Minuten Sonne tanken aus (Gesicht und Hände ohne Sonnenschutz)
  • Im Winter ist eine Vitamin-D-Unterversorgung in unseren Breitengraden leider häufig, eine Kompensation alleine durch Nahrung ist kaum möglich
  • Besonders gefährdet sind Menschen mit dunklerer Hautfarbe, da pigmentierte Haut nicht so viel Vitamin D bildet
  • Bei Blut-Werten unter 50 nmol/L spricht man von einer Vitamin-D-Unterversorgung
  • Bei einem Vitamin-D-Spiegel unter 12,5 nmol/L liegt ein schwerer Vitamin-D-Mangel vor
  • Für ca. 30 € kann man seinen Vitamin-D-Spiegel im Blut beim Arzt messen lassen
  • Liegt ein Vitamin-D-Mangel vor, verschreibt euch der Arzt ein Vitamin-D-Präparat
  • Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt die angemessene Vitamin-D-Dosis für Erwachsene 20 µg Vitamin D pro Tag, (ca. 800 Internationale Einheiten, 1 μg = 40 Internationale Einheiten (IE))
  • Vitamin D Tropfen mit hoher Bioverfügbarkeit gibt es z.B. von InnoNature, zu kaufen z.B. *hier

 

Nehmt ihr auch regelmäßig Vitamin D zu euch? Habt ihr euch schon auf einen Vitamin-D-Mangel testen lassen? Dann teilt gerne eure Erfahrungen unten in den Kommentaren.

 

 

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