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26 Sep

Was kann das ZIIP Beauty Mikrostrom-Tool wirklich? 

Es sieht aus wie die vergoldete Computermaus von Paris Hilton, ist aber das am meisten gehypte Beauty-Tool zur Heimanwendung in US-Blogs und -Beauty-Magazinen – das ZIIP Beauty Mikrostrom-Tool.

Amerikanische Beauty-Magazine wie Allure oder Byrdie überschlagen sich mit begeisterten Reviews über das ZIIP-Tool. Auch Blogger schwören auf das ZIIP: Der australische Beauty-Blogger Wayne Goss führt das Gerät unter seinen TOP 6 live-changing Must haves auf (und versichert dabei ziemlich glaubhaft, dass diese Empfehlung nicht gesponsert wurde). Er nutzt am liebsten das liftende Augen-Treatment und wird seitdem ständig darauf angesprochen, ob er nicht „etwas hat machen lassen“, also der ultimative, verbale Ritterschlag für die Wirksamkeit eines Beauty-Treatments.

Das futuristische Gesichts-Tool wurde Anfang 2016 von der amerikanischen Kosmetikerin Melanie Simon auf den Markt gebracht, die sich auf Mikrostrom-Facials spezialisiert hat. Damit ihre Kundinnen zwischen zwei Behandlungen nicht auf ihre tägliche Dosis Strom verzichten müssen, hat sie das ZIIP für den Heimgebrauch entwickelt. Mit einem Investment von stolzen 500 € in das Mikrostrom-Device kann man das Mikrostrom-Treatment nun so oft man möchte bequem zu Hause durchführen.

 

Was verspricht das ZIIP-Tool?

Das ZIIP-Tool will mit Hilfe von kleinen elektrischen Impulsen die Zell-Regeneration und die Kollagen-Produktion ankurbeln und hierdurch die Haut wieder verjüngen. Der Clou: Das Tool kann sich mit Hilfe einer eigens für das ZIPP entwickelten App mit unterschiedlichen Programmen synchronisieren, die gezielt bestimmte Hautprobleme behandeln. Das vier-minütige „Instant Gratification“ Programm will beispielsweise die Augen öffnen sowie die Kinnlinie und Wangen definieren. Andere Programme bekämpfen Augenringe, Schwellungen, Falten oder Hautunreinheiten – nur für’s Hemden bügeln gibt es noch keine Einstellung.

 

Wie wendet man das ZIIP an?

Bevor man mit einem der Programme startet, muss man das sogenannte Golden Conductive Gel, eine Art Kontaktgel, auf das Gesicht auftragen. Das Gel sorgt dafür, dass die elektronischen Impulse auch wirklich vom Gerät in die Haut übertragen werden. Dann fährt man einige Minuten mit dem ZIIP durch das Gesicht wie Melanie Simon es in ihren Video-Tutorials vormacht.

 

 

Nur zwei bis drei Anwendungen pro Woche sollen genügen; erste, deutliche Ergebnisse im Hautbild soll man dann nach ungefähr einem Monat feststellen können. Angst vor unerwünschten Stromstößen muss man dabei nicht haben; das ZIIP wurde von der FDA geprüft und ist somit sicher in der Anwendung.

 

Wie funktioniert die ZIIP Mikrostrom-Technologie?

Klingt alles zu gut, um wahr zu sein? Stimmt, doch der Wirkmechanismus des ZIIP lässt sich tatsächlich physikalisch erklären. Die minimalen, elektronischen Impulse sollen den in den Hautzellen natürlicherweise vorkommenden Botenstoff namens Adenosintriphosphat (ATP) stimulieren. ATP ist ein Energieträger unserer Zellen, der wie eine Batterie Energie freisetzt, wann immer es unsere Hautzellen für Regenerierungsprozesse brauchen.

Aber wenn wir älter werden, verringert sich in der Regel nicht nur das Minus auf unserem Konto, sondern auch die Fähigkeit unserer Zellen, ATP zu produzieren und zu speichern. Die ATP-Energie ist allerdings nötig, um geschädigte Hautzellen zu reparieren. Mikrostrom-Geräte wie das ZIIP wollen das ATP-Level in unseren Hautzellen wieder steigern. Als positive Folge des erhöhten ATP-Niveaus können die Zellen wieder untereinander kommunizieren und sich schließlich selbst reparieren.

 

Was sagt die Wissenschaft zu Mikrostrom?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Mikrostrom auf die Wundheilung, aber bislang gibt es nur wenige Untersuchungen über die Wirkung von Mikrostrom auf die Hautalterung. Eine Studie aus dem Jahr 2012 belegt eine bis zu 21%ige Verbesserung nach dem zweiten Mikrostrom-Treatment (Life Science Journal). In einer anderen klinischen Studie bestätigen 85% der Teilnehmer eine deutliche Straffung der Gesichtskonturen, allerdings wurde diese Untersuchung vom Hersteller NuFace in Auftrag gegeben, der auch ein eigenes Mikrostrom-Tool, den NuFace, vertreibt. Obwohl diese Ergebnisse aussichtsreich klingen, müssen noch weitere, unabhängige Studien durchgeführt werden, um einen positiven Effekt auf die Hautalterung zu beweisen.

Auch Ärzte sind sich noch nicht einig, was sie von Mikrostrom halten sollen: Während einige Dermatologen (noch) nicht an eine Wirkung glauben, sehen andere Mikrostrom sogar als künftige Alternative zu Botox an, wie man in einem Artikel der amerikanischen Elle nachlesen kann.

 

beautyshelf Recap ZIIP

Die Mikrostrom-Technologie, auf der das ZIIP-Tool basiert, klingt vielversprechend. Ob Mikrostrom-Geräte wie das ZIIP ihre umfangreichen Anti-Aging-Versprechen auch halten können, müssen Studien allerdings noch hinreichend beweisen. Bis dahin gilt wie so oft: Probieren geht über Studieren. beautyshelf hat daher seine Beauty-Kasse geplündert und sich das ZIIP-Tool von einer USA-Reise mitbringen lassen, ein ausführliches Review folgt in Kürze. Wer selber testen möchte, kann das ZIIP-Tool *hier bestellen. Eine etwas günstigere Alternative ist das auch FDA-zugelassene NuFace-Mikrostrom-Tool, das man hier beziehen kann (übrigens auch das favorisierte Tool von Bobbi Brown).

 

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